Zertifizierter Verwalter – Prüfung nach §26a WEG

Die IHK-Sachkundeprüfung im Überblick: Ablauf, Inhalte, Kosten, Termine, Anmeldung und Bestehensregeln — alles, was du für die Verwalterprüfung wissen musst. Und 1400 prüfungsnahe Übungsfragen zum kostenlosen Testen.

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2
Prüfungsteile (schriftl. + mündl.)
~50
Aufgaben in 90 Min.
4
Prüfungsbereiche
50%
Je Bereich nötig

Was ist die Prüfung zum Zertifizierten Verwalter?

Die Prüfung zum Zertifizierten Verwalter ist eine echte IHK-Sachkundeprüfung nach §26a WEG in Verbindung mit der Zertifizierte-Verwalter-Prüfungsverordnung (ZertVerwV). Seit der WEG-Reform 2020 (WEMoG) haben Wohnungseigentümer einen Anspruch darauf, dass ihre Gemeinschaft von einem zertifizierten Verwalter verwaltet wird. Wer die Prüfung besteht, erhält ein bundesweit gültiges, unbefristetes IHK-Zertifikat und darf die Berufsbezeichnung „Zertifizierter Verwalter" führen.

„Zertifizierter Verwalter", „Hausverwalter" und „Immobilienverwalter" meinen dabei denselben IHK-Sachkundenachweis. Diese Seite gibt dir den Überblick über die gesamte Prüfung — vom Ablauf bis zum Bestehen.

Prüfungsablauf: schriftlich und mündlich

Die Sachkundeprüfung besteht aus zwei Teilen, die beide bestanden werden müssen. Der schriftliche Teil dauert 90 Minuten mit rund 50 Aufgaben (Multiple Choice und kurze offene Fragen) und deckt alle vier Prüfungsbereiche ab. Nur wer den schriftlichen Teil besteht, wird zum mündlichen Teil (mindestens 15 Minuten vor einem Prüfungsausschuss, Schwerpunkt WEG-Recht) zugelassen. Wie schriftlicher und mündlicher Teil genau ablaufen, welche Hilfsmittel erlaubt sind und wie die Wiederholung funktioniert, liest du im Prüfungsablauf im Detail.

Prüfungsinhalte: die vier Bereiche

Die Prüfungsinhalte sind in Anlage 1 der ZertVerwV festgelegt; der DIHK-Rahmenplan sieht 120 empfohlene Unterrichtseinheiten (UE) vor. Der Stoff gliedert sich in vier Bereiche mit klarem Schwerpunkt auf dem Recht:

Bereich 1 · 50%
Rechtliche Grundlagen
60 UE

WEG-Recht (Kerngebiet, auch mündliches Pflichtthema), BGB, Miet- und Werkvertragsrecht, Berufsrecht (§34c GewO, MaBV, RDG).

Bereich 2 · 25%
Technische Grundlagen
30 UE

Gebäudetechnik, GEG, Brandschutz, Instandhaltung und Erhaltung, Verkehrssicherungspflicht.

Bereich 3 · 17%
Kaufmännische Grundlagen
20 UE

Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Hausgeld, Erhaltungsrücklage, Umlageschlüssel, Mahnwesen.

Bereich 4 · 8%
Grundlagen der Immobilienwirtschaft
10 UE

Einordnung der Verwaltungstätigkeit, Marktverständnis und immobilienwirtschaftliche Zusammenhänge.

Kosten der Prüfung

Die IHK-Prüfungsgebühr liegt je nach Standort zwischen 140 und 350 Euro für die vollständige Prüfung (schriftlich und mündlich). Jede IHK legt ihre Gebühr selbst fest — da du die Prüfung bei jeder IHK in Deutschland ablegen kannst, lohnt sich ein Vergleich. Ein Vorbereitungskurs ist keine Pflicht und kann von 0 Euro (Selbststudium) bis über 2.000 Euro (Präsenzseminare) reichen. Alle Kostenpunkte im Detail — Prüfungsgebühr, Kursvergleich und günstige Alternativen — findest du auf der Seite Kosten der Prüfungsvorbereitung.

Termine und Anmeldung

Es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen: kein Mindestalter, keine bestimmte Ausbildung, keine Berufserfahrung. Du meldest dich eigenständig bei der gewählten IHK an — du bist nicht an deinen Wohnort gebunden und kannst Standort und Termin frei wählen. Prüfungstermine gibt es je nach IHK mehrmals im Jahr; die Anmeldefrist liegt typischerweise einige Wochen vor dem Termin. Wie du dich Schritt für Schritt registrierst und welche Angaben nötig sind, erklärt die Seite Anmeldung & Prüfungstermine.

Bestehensregeln

In jedem einzelnen der vier Prüfungsbereiche müssen mindestens 50 % der Punkte erreicht werden. Das ist die häufigste Fehlerquelle:

Wichtig: Ein starker Gesamtdurchschnitt reicht nicht — wer in nur einem Bereich (z. B. Technik) unter 50 % liegt, hat die gesamte Prüfung nicht bestanden. Deshalb lohnt es sich, gezielt auch die schwächeren Bereiche zu üben.

Wer nicht besteht, kann die Prüfung innerhalb von zwei Jahren beliebig oft wiederholen. Wer nur den mündlichen Teil nicht bestanden hat, muss in der Regel nur diesen Teil erneut ablegen — zur reduzierten Wiederholungsgebühr.

Häufige Fragen zur Prüfung

Wie läuft die Verwalterprüfung ab?
Zuerst der schriftliche Teil (90 Minuten, ~50 Aufgaben über alle vier Bereiche), danach — nur bei Bestehen — der mündliche Teil (mindestens 15 Minuten, Schwerpunkt WEG-Recht). Beide Teile müssen bestanden werden.
Was kostet die Verwalterprüfung bei der IHK?
Die Prüfungsgebühr liegt je nach IHK-Standort zwischen 140 und 350 Euro für die vollständige Prüfung. Jede IHK legt ihre Gebühr selbst fest, ein Vergleich lohnt sich.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Keine. Es gibt kein Mindestalter, keine vorgeschriebene Ausbildung und keinen Pflicht-Vorbereitungskurs. Jede Person kann sich eigenständig bei der gewählten IHK anmelden.
Wie bestehe ich die Prüfung?
In jedem der vier Bereiche sind mindestens 50 % der Punkte nötig. Ein Durchfallen in einem einzelnen Bereich bedeutet das Nichtbestehen der gesamten Prüfung. Wiederholung innerhalb von zwei Jahren beliebig oft möglich.
Gibt es einen offiziellen IHK-Fragenkatalog?
Nein. Einen offiziellen, veröffentlichten IHK-Fragenkatalog gibt es nicht — die tatsächlichen Prüfungsfragen variieren je nach IHK-Kammer und Termin. Zur Vorbereitung übt man mit prüfungsnahen Übungsfragen, die denselben Stoff nach ZertVerwV abdecken.

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Am besten prägt sich der Stoff durch aktives Üben ein. Auf Verwalterpruefung.de kannst du 1400 prüfungsnahe Übungsfragen lösen — mit KI-Erklärungen, die den relevanten Paragrafen nennen, und einer Prüfungssimulation unter realen Bedingungen. Die ersten 30 Fragen sind kostenlos, ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte. Du kannst hier gezielt Prüfungsfragen üben.

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