Zertifizierter Verwalter – Prüfung nach §26a WEG
Die IHK-Sachkundeprüfung im Überblick: Ablauf, Inhalte, Kosten, Termine, Anmeldung und Bestehensregeln — mit Quellen aus ZertVerwV und IHK-Angaben. Dazu 1520 Übungsfragen zum kostenlosen Testen.
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Was ist die Prüfung zum Zertifizierten Verwalter?
Die Prüfung zum Zertifizierten Verwalter ist eine IHK-Sachkundeprüfung nach §26a WEG in Verbindung mit der Zertifizierte-Verwalter-Prüfungsverordnung (ZertVerwV). Seit der WEG-Reform 2020 (WEMoG) haben Wohnungseigentümer einen Anspruch darauf, dass ihre Gemeinschaft von einem zertifizierten Verwalter verwaltet wird. Wer die Prüfung besteht, erhält von der IHK eine Bescheinigung (Anlage 2 ZertVerwV) und darf die Berufsbezeichnung „Zertifizierter Verwalter" führen.
„Zertifizierter Verwalter" ist die Bezeichnung nach § 26a Abs. 1 WEG; „Hausverwalter" und „Immobilienverwalter" sind umgangssprachliche Begriffe. Diese Seite gibt dir den Überblick über die gesamte Prüfung — vom Ablauf bis zum Bestehen.
Prüfungsablauf: schriftlich und mündlich
Die Sachkundeprüfung besteht aus zwei Teilen, die beide bestanden werden müssen. Der schriftliche Teil dauert nach § 3 Abs. 2 ZertVerwV mindestens 90 Minuten und deckt alle vier Prüfungsbereiche ab; nach Angaben des BVI e. V. sind es typischerweise rund 50 Multiple-Choice-Fragen. Nur wer den schriftlichen Teil besteht, wird zum mündlichen Teil (mindestens 15 Minuten je Prüfling vor einem Prüfungsausschuss, der sich zumindest auf das WEG beziehen soll) zugelassen. Fragenzahl, Aufgabenform und Ablauf legt die jeweilige IHK fest; sie können abweichen. Wie schriftlicher und mündlicher Teil genau ablaufen, welche Hilfsmittel erlaubt sind und wie die Wiederholung funktioniert, liest du im Prüfungsablauf im Detail.
Prüfungsinhalte: die vier Bereiche
Die Prüfungsinhalte sind in Anlage 1 der ZertVerwV festgelegt. Der Stoff gliedert sich in vier Bereiche; nach Angaben des BVI e. V. hat der Bereich Rechtliche Grundlagen mit rund 46 % den größten Anteil des schriftlichen Teils:
WEG-Recht (Kerngebiet; der mündliche Teil soll sich zumindest darauf beziehen), BGB, Miet- und Werkvertragsrecht, Berufsrecht (§34c GewO, MaBV, RDG).
Gebäudetechnik, GEG, Brandschutz, Instandhaltung und Erhaltung, Verkehrssicherungspflicht.
Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Hausgeld, Erhaltungsrücklage, Umlageschlüssel, Mahnwesen.
Einordnung der Verwaltungstätigkeit, Marktverständnis und immobilienwirtschaftliche Zusammenhänge.
Kosten der Prüfung
Die IHK-Prüfungsgebühr legt jede IHK selbst fest. Beispiele für die vollständige Prüfung (schriftlich und mündlich): 350 Euro bei der IHK München (Gebührentarif 2022), 305 Euro bei der IHK Frankfurt am Main (Webseite, abgerufen 17.10.2026). Da du die Prüfung bei jeder IHK in Deutschland ablegen kannst, lohnt sich ein Vergleich. Ein Vorbereitungskurs ist keine Pflicht; Kurspreise legen die Anbieter fest. Alle Kostenpunkte im Detail — Prüfungsgebühr, Kursvergleich und Selbststudium — findest du auf der Seite Kosten der Prüfungsvorbereitung.
Termine und Anmeldung
Die ZertVerwV nennt keine Zulassungsvoraussetzungen wie eine bestimmte Ausbildung oder Berufserfahrung. Du meldest dich eigenständig bei der gewählten IHK an — du bist nicht an deinen Wohnort gebunden und kannst Standort und Termin frei wählen. Termine und Anmeldefrist legt jede IHK selbst fest. Wie du dich Schritt für Schritt registrierst und welche Angaben nötig sind, erklärt die Seite Anmeldung & Prüfungstermine.
Bestehensregeln
In jedem einzelnen der vier Prüfungsbereiche müssen mindestens 50 % der Punkte erreicht werden. Das ist eine Fehlerquelle:
Wer nicht besteht, darf die Prüfung nach § 6 Abs. 1 ZertVerwV beliebig oft wiederholen. Wer nur den mündlichen Teil nicht bestanden hat, muss je nach Regelung der IHK (§ 6 Abs. 3 ZertVerwV) unter Umständen nur diesen Teil erneut ablegen; Anrechnung und Gebühr legt die jeweilige IHK fest.
Häufige Fragen zur Prüfung
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